Trauer um Jo Covyn

Am 21. Juli verstarb Jo Covyn im Alter von 89 Jahren. Jo, der als belgischer Soldat nach Deutschland kam, hat während seiner langjährigen Trainertätigkeit in verschiedenen Vereinen (u.a. Werler TV, JC Welver, TV Arnsberg) Generationen von Judokas die Grundlagen des Judo vermittelt und viele von ihnen zu Bezirks-, Westdeutschen- und Deutschen Meisterschaften geführt. Außerdem war er lange Jahre als Bundeskampfrichter tätig. Er war Träger des 7. Dan. Seine besondere Liebe galt der Kata. Unter seiner Leitung holten von ihm trainierte Judokas im Zeitraum von 2002 bis 2008 insgesamt fünf deutsche Meistertitel und sein Sohn Eddy und Matthias Gedig qualifizierten sich 2009 für die Kata-Europameisterschaften in Bukarest, wo sie den siebten Platz belegten. Jo war zudem langjährig im Nordrhein-Westfälischen Dan-Kollegium (NWDK) an maßgeblicher Position tätig. Im Werler TV war Jo bis 2014 aktiv als Trainer engagiert und stand der Judoabteilung auch danach immer mit Rat und Tat zur Seite. Zusammen mit seinem Sohn Eddy, der zusammen mit Rudi Sneyers seine Nachfolge als Trainer im Werler TV angetreten hat, hat er 2017 die Werler Judokas Tobias Klappert und Tia den Ridder zum dritten Platz im Jugendpokal der Deutschen Kata-Meisterschaften in Berlin geführt. Er konnte auch noch miterleben, wie seine Schüler Marie Plattfaut und Niklas Klappert 2018 in Hannover Deutsche Jugend-Kata-Meister wurden und Tobias Klappert und Tia den Ridder im Jahr 2019 bei den Kata-Europameisterschaften in Gran Canaria in der Nage-no-Kata den dritten Platz in der Altersgruppe von 19-23 Jahre erkämpft haben. Der Judosport in Werl, aber auch in NRW, hat mit dem Tod von Georges Covyn einen langjährigen Freund, Förderer und außerordentlich fachkundigen und respektierten Trainer verloren. Er hinterlässt eine große Lücke.
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Kata-Stützpunkte und der NRW-Kata-Kader sind jetzt aktiv

Es ging eine längere Planungsphase voraus bis sich das Projekt jetzt endlich umsetzen liess: Der Nordrhein-Westfälische Judo Verband hat – als Mitglied im Spitzensportverband – beim Landessportbund Nordrhein-Westfalen erreicht, dass die Struktur der Stützpunkte und das Konzept des NRW-Kata-Kader des NWDK anerkannt wurden. Beim LSB offiziell beantragte Kata-Stützpunkte sind nach Vorschlag durch das NWDK und auf Beschluss des NWJV-Präsidiums in Eschweiler, Dülmen, Düsseldorf, Essen und Welver eingerichtet. Die Stützpunkte werden vom dabei NWDK betreut. Die Stützpunktleitung wird von den Kata-Landesreferenten des NWDK übernommen. Entsprechend mit ihren Kata-Schwerpunkten sind das Yusuf Arslan, Dieter Münnekhoff, Jörn Stermann-Sinsilewski, Michael Hoffmann und José Pereira. Ihnen obliegen die Organisation und die Erweiterung ihres Trainerteams in den Stützpunkten. Nordrhein-Westfalen ist unbestritten eine Hochburg im Kata-Wettkampf. Regelmäßig gehen aus NRW Deutsche-, Europa- und Weltmeister hervor und das ist kein Zufall. Und der Nachwuchs steht ebenfalls in den Startlöchern und wartet auf eine strukturierte und organisierte Förderung. Um die Erfolge der Kata-Sportler zu wahren und zu fördern, hat das NWDK in diesem Jahr im Auftrag des NWJV offiziell den „NRW-Kata-Kader“ einberufen. Auswahlkriterien wie Leistungsbereitschaft, Erfolge auf nationalen und internationalen Turnieren und Meisterschaften haben dazu geführt, die entsprechenden Kata-Paare, insgesamt sind es derzeit 26 Athletinnen und Athleten, in diesen Kader zu berufen. Um auch den Nachwuchs in den Kata-Wettkampf einzuführen, wurden in Absprache mit den Vereinstrainern auch Athleten mit aufgenommen, die durch ihren Trainingsfleiß und ihre positive Einstellung zum Wettbewerb auf sich aufmerksam gemacht haben. Bei entsprechender Leistung, Erfolgsaussichten und regelmäßigem Training sowohl in den Kata-Stützpunkten als auch in den Vereinen, können weitere Paare vom Lehrbeauftragten des NWDK in den NRW-Kata-Kader aufgenommen werden. Sind die Voraussetzungen erfüllt, kann der Kaderathlet das entsprechende Kaderabzeichen erlangen. Bei Maßnahmen, die durch NWJV/NWDK durchgeführt werden, darf das Kaderabzeichen getragen werden. Mit der Corona-Pandemie ist die Situation schwierig. Bis vor kurzem war noch gar kein Training möglich. Ziel ist es, nach der Freigabe der Stützpunkte durch den LSB, so schnell wie möglich dem NRW-Kata-Kader Trainingsmöglichkeiten im Rahmen der aktuellen Corona-Schutzverordnung zu geben. Hoffentlich bald stehen die Stützpunkte dann auch jedem Kata-Begeisterten als Trainingsmöglichkeit zur Verfügung.
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Projekte

In Kürze erfahrt Ihr an dieser Stelle mehr zu den aktuellen Projekten des NWDK.

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